Logbuch

NICHTSSAGEND.

Wenn man schon Slowhand lobt, wen könnte man aus der Welt von Rock & Pop als Pausenzeichen würdigen? Nicht nach dem Medienecho, sondern aus erlebtem MEET & GREET? Mein Vorschlag: John Bon Jovi. Bei Amis muss man immer Abstriche machen, aber dieser junge Mann, der hat das gewisse NICHTS.

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KORREKTUR.

Christian Lindner, ex BamS und ex RHEIN ZEITUNG, ist jetzt im Bremischen, nicht im Friesischen, wie ich fälschlicherweise annahm. Keine Aalräucherei? Ha! Ein Hanseat! Das könnte was werden, downstream, vom Mittelrhein an die Weser... Ich war in Erdkunde nie so richtig gut.

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EITELKEIT.

Das Gegenteil von TRAUER. Wenn man nichts vorzuweisen hat, ist es leicht, im ganz unaufgeregten Sinne uneitel zu sein; könnte man meinen. Ein Irrtum. BESCHEIDEN sind jene, die was vorzuweisen haben, aber Trauer in ihrem Herzen tragen. Aber von vorne. Es geht mir um ERIC CLAPTON, Old Slowhand, einer der erfolgreichsten Musiker aller Zeiten. Ich habe mal eine Konzertreise mit ihm organisiert und durfte hinter der Bühne zuschauen. Ich hab mich ihm nicht aufgedrängt, obwohl seine Band CREAM das musikalische Leitmotiv meiner Jugend war. Einer meiner Mitarbeiter, der fabelhafte KEES DE VOOGT, konnte mit ihm, diesem großen und sehr traurigen Mann. Kees und Eric, das war schon ne Nummer. Die beiden zu beobachten, war eine Freude, geradezu eine Lektion. Clapton hatte sich in seinem Leben im Heroin und im Cognac verloren, viele Bitterkeiten erfahren. Und dann sagt er in der Royal Albert Hall einem tobenden Publikum, sie möchten doch bitte nicht mitklatschen, weil ihn das Echo irritiere. Ich kenne da einen Händler antiker Koffer in Chelseas King Street, der mit ihm aufgewachsen ist, der mir über den jungen Blues-Star sagt: „Never ever vain!“ Also den Koffer habe ich noch. Und gerade fand ich das Plättchen seines Bassisten. Ich mag diesen Clapton. Ein großer ernster Mann.

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RESPEKT.

Die Politikerin Bärbel Bas aus Walsum hat ihre hohen Ämter in Partei und Regierung niedergelegt und wird nur noch einfaches Mitglied des Bundestags bleiben. Die SPD hat für das Sozialministerium sofort einen Nachfolger benannt, der das Amt mit Erfolg wird ausüben können. Der Lange kann das. Ich vertraue ihm.

Frau Bas hat private Gründe genannt, die jeden Respekt verdienen. Sie trauert um eine Tochter. Näheres geht niemanden etwas an. Leider hat sie dabei nicht der Versuchung widerstanden, einem Nachtreten in Richtung politischer Mitbewerber nachzugeben. Das war wirklich nicht klug.

Ich werde die Frage, ob sie den Anforderungen ihrer Ämter gewachsen war, nicht nachgehen, obwohl sie selbst unfreiwillig dazu durch diese fatal gemischte Einlassung eingeladen hat. Mir geht es um die Begründung dieser Nachsicht.

Erstens Ritterlichkeit. Es gibt einen Standard männlichen Verhaltens Frauen gegenüber. Zweitens Sportlichkeit. Es gibt einen Standard des Verhaltens Verlierern gegenüber. Drittens Fairplay, auch im stets kontroversen politischen Wettbewerb. Ich füge viertens Caritas hinzu; das ist im Lutherdeutsch Nächstenliebe, die keine Häme kennt, wenn sie auf Schwäche trifft. Das reicht ja wohl.