Logbuch
GRÜNE DOPPELMORAL.
Mit unseren Steuern und Gebühren führt das grüne Regime ein Luxusleben, schamvoll versteckt bis dreist vorgeführt. Eine neue grüne Bourgeoise mit dem Geld anderer Leute. Ekelhaft.
Die Berliner Senatorin für Mobilität und Klima, eine Frau Bettina Jarasch, lässt sich bei einem REGIERUNGS-PR-Termin auf dem Fahrrad fotografieren. Eine Propaganda-Aktion. Angereist ist sie im Auto, einem Ami-Schlitten der Marke Tesla. Und dann für die Presse kurz aufs Rad gestiegen. Selbstverteidigung: Nur mit dem Auto schafft sie alle Termine.
Das passiert in Berlin, wo ihre Partei den Autobahnbau verhindert und PKWs verdammt, weil es ÖPNV gebe und das Lastenrad als Heilsgefährt gilt. Die notorische Doppelmoral der politischen Klasse. Man ist empört. Die DOPPELMORAL DER GRÜNEN setzt aber noch eins drauf, was bisher unkommentiert blieb. Wasser predigen und Wein saufen, die Zweite.
Die Dame fährt nicht nur mit dem Auto zum Rad-PR-Termin. Sie lässt sich fahren. Der Tesla wird von einem staatsdienenden Chauffeur bewegt. Das grüne Vorbild sitzt in Fonds. Bourgeoiser geht es nicht. Ich war im Vorstand eines PKW-Produzenten, als der damals agierende Enkel des Gründers diesen Habitus abschaffte. Auch als Vorstandsvorsitzender saß man selbst hinter dem Steuer. Das Chauffeurswesen war verpönt. Es galt selbst dem großen alten Mann als dekadent.
Aber so ist sie, die grün gestimmte Klasse an der Macht und in den Medien. Der Gatte der Chauffierten ist Hierarche beim Sender RBB, wo die gerade geschasste Intendantin zwei Fahrer hatte und ihr Gatte sich von diesen zu seinen privat honorierten Terminen fahren ließ. Das war Betrug, wie anderes auch. Stichwort London-Reise. Korrupt bis auf die Knochen.
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DIE GELBE GEFAHR.
Mein Großvater mütterlicherseits war von tiefgründigem Humor. Er pflegte gelegentlich das Liedgut der KPD aus seiner Jugend, und zwar auch noch, als die Braunen, wie er zu sagen pflegte, schon herrschten. Trotzdem stimmte er an: „Der Rosa Luxemburg haben wir‘s geschworen…“ Seine Gattin darauf: „Eines Tages werden sie auch Dich noch holen.“ Er hatte Glück. Eine andere seiner Provokationen war die stete Warnung vor der GELBEN GEFAHR. Der Geier weiß, wo er das herhatte. Und er meinte als Tiefroter nicht die heutigen Gelben von der FDP.
Mein Opa Heini, lebte er noch, hätte die anstehenden Vorgänge in Hamburg sicher ironisch kommentiert. Ich rede davon, dass der Hamburger Hafen von der Viktualienschwester, die ihn leitet, jetzt an die chinesische KP vertickt werden soll. Was einer Strategie Chinas entspricht, das sich weltweit Häfen zusammenkauft. Duisburg Ruhrort gehört ihnen schon. Das ist der weltweit größte Binnenhafen, jedenfalls an der Ruhr. ARA ist eine Lachtablette dagegen. Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen. Und die sind nicht mal binnen.
Dass der chinesische Imperialismus das Konzept der historischen HANSE geklaut hat, haben wir gestern hier schon abgehandelt. CULTURAL APPROPRIATION. Ein echter Skandal. Die Viktualienschwestern an der Alster unterschätzen, wie weit das gehen wird. Zum Herzstück des Hanseatischen gehört die Herbertstraße auf der Reeperbahn. Dort geht man essenstechnisch ins Cuneo, das ist der Italiener an der Ecke zur Herbertstraße, ein Pflichtort des angetrunkenen SPIEGEL-Redakteurs. Nun, die Leuchtreklame wird gerade ausgetauscht. Das Restaurant heißt jetzt GREAT WALL und man isst mit Stäbchen.
So ist er der chinesische Hanseat: Sich selbst schützt er durch dicke Mauern, aber bei uns will er im Containerterminal Ansagen machen. Und Haifischflossensuppen löffeln. Mit Stäbchen. Wie gut, dass wir als GOTTHILF da von der FDP die gelbe Bellizistin namens Agnes haben, die auf die Reinheit der Kultur achtet und vor dem Chinamann warnt.
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HANSE GOES CHINA.
Von der Seidenstraße habe ich vor Jahren erstmals in Brüssel gehört und es nicht kapiert. Mein Französisch ist nicht gut genug. Und ich dachte dieHerren in dem Edelrestaurant reden von Seidenstrümpfen, also etwas Pikantem.
Der Aufstieg der modernen westlichen Welt begann mit der Hanse. Die Fernhändler organisierten ein Kartell und stellten etwas sicher, das man heute eine kritische Infrastruktur nennt. In der Verteidigung des Kartells war man durchaus rigoros. Ich weiß das, weil meine Vorfahren Viktualienbrüder waren und die Hanse zu plündern suchten.
Mein Ahne namens KLAUS STÖRTEBEKER („Klaus, stürz den Becher!“) wurde als Viktualiendeeler enthauptet und sein Schädel den Möwen auf einer Lanze zum Frühstück geboten. So war Hamburg als Hansestadt. Also, nie hätte die Hanse ihre Stapelplätze an Dritte verscheuert. Und dann auch noch an einen Opiumlieferanten; da war doch was. Aber damals hieß der Chef der Hanseaten auch noch nicht Olaf Sine Ex Scholz.
Spoiler: Die Chefin des Hamburger Hafens ist eine kluge Frau. Wenn die jetzt als Viktualienschwester enttarnt wird, dann ist mehr dahinter als der gemeine Leichtmatrose ahnt. Ich bin gespannt.
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AUTONOMES FAHREN.
Zu reden ist von zwei Ösis und einem Buren. Es geht um den „qualitativen Sprung“, mit dem ein Paradox in sein Gegenteil springt. Habe ich das auch weniger rätselhaft? Habe ich.
Der Wiener Sigmund Freud hat sich mit dem Versprecher beschäftigt, der seitdem Freudscher Versprecher heißt, und ihn als eine Fehlleistung beschrieben, die darauf zurückzuführen ist, dass zwei gegenläufige Absichten kollidieren, indem sich die heimliche von beiden dann doch ihre Bahn bricht. Man verrät sich. Darum ist der Freudsche Versprecher peinlich, wem er passiert.
Ein anderer Österreicher, der geniale Autobauer Ferdinand Piech, kannte nur einen Platz im Auto, den hinterm Steuer; Fondfahrer waren ihm suspekt. Er wollte die Karre fahren und zwar selbst (und nicht von ihr oder einem Chauffeur geschaukelt werden). Man nennt das im Automobilen „car guy“. Sie haben keinen Chauffeur, sie fahren, wie sie es wollen. So geschah es dann gelegentlich, dass ich im Fond hockte und mein Chef am Steuer. Metaphorisch: „Man zieht den Karren oder wird von ihm geschleift, man hockt aber nicht auf ihm.“ Mein damaliger Chef und ich waren also auch darin unterschiedliche Typen; darauf hätte er bestanden.
Jetzt hat Elon Musk, der Tesla-Eigner, sein halbautomatisches Auto, bei dem eine Menge Computer an Bord und zentrale Rechner in Kalifornien den Fahrer als Führer ersetzen sollen, bis die Schüssel vollautomatisiert ist, als „autonom“ ausgerufen. Das haben Klugscheißer wie ich kritisiert, weil autonom natürlich eigengesetzlich heißt; ein wenig vollmundig dafür, dass die Kiste einparken kann oder allein zum Aldi. Automatisiert ist nicht autonom. Gemach!
Was, wenn das ein Freudscher Versprecher war? Was, wenn wir tatsächlich auf eine Welt zusteuern, in der der Fahrer nicht mehr der Führer ist, sondern der Geführte? Das wäre ein qualitativer Sprung. Was, wenn Tesla Tyrannei? Mein freier Wille wäre eine Variable einer Plattform, die mich nicht nur beobachtet, sondern auch steuert. Mein alter Chef Piech hätte das nicht gemocht; er hatte, sorry to say, Freude am Fahren, nicht am gefahren worden sein.
Wir aber, die Idioten im Fond, lassen uns durch eine Welt schaukeln, die uns die Illusion der Entscheidungsfreiheit lässt, weil sie längst weiß, was wir wollen werden. Welcome to the metaverse! Wir sind digital gesteuerte Sklaven. Wir fahren nicht, wir werden gefahren. Ich glaube, ich sagte es schon, ich glaube nicht nur nicht an die Batterie; ich traue ihr nicht mal.